Sander Rechtsanwälte Gerlingen Erbrecht

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Rechtsanwalt Thorsten Sander

Erbrecht / Unternehmensnachfolge / Mitarbeiterbeteiligung

 

Die rechtlichen Fragen im Erbrecht sind sehr umfangreich und betreffen Punkte wie Testamentserrichtung, Nachlassverwaltung, Nachlaßauseinandersetzung oder die Geltendmachung und Abwehr von Pflichtteilsansprüchen, aber auch die sogenannte vorweggenommene Erbfolge hat eine grosse Bedeutung. Die Materie mit ihren steuerlichen Bezügen ist sehr komplex und in der Regel von Nichtjuristen nur schwer zu bewältigen. Deshalb sollten Sie sich beraten lassen.

Warum sind wir für Sie die richtigen Ansprechpartner?

  • Über 20 Jahre Anwaltserfahrung
  • zahlreiche Aus- und Fortbildungen auf dem Gebiet des Erbrechts, Gesellschaftsrecht und Steuerrecht.
  • Zahlreiche Beurkundungen als Notarvertreter
  • Absolvent diverser Notarlehrgänge
  • Steuerberater im Haus
  • Besprechungstermin innerhalb 24 Stunden

 

Unsere  Beratung erstreckt sich über die Entwicklung und Erteilung einer Unternehmer-Vorsorgevollmacht über die Gestaltung des Unternehmertestamentes, die Koordination der Gesellschaftsverträge bis hin zur Entwicklung eines Nachfolgekonzeptes.

 

Erbrechtliche Beratung für Unternehmer

Erbrecht und Unternehmervorsorge ist eines der größten unternehmerischen Herausforderungen der mittelständischen Unternehmen, die das Rückgrat der deutschen Wirtschaft darstellen. Der Mittelstand beschäftigt 70 % der Arbeitnehmer und bildet 80 % des Nachwuchses. Der Unternehmer trägt daher die Verantwortung nicht nur für sich und seine Familie sondern auch für die von ihm beschäftigten Mitarbeiter mit ihren Familien. Er hat dafür Sorge zu tragen, dass sein Unternehmen auch für den Fall des Eintritts unvorhergesehener Ereignisse in seiner Person (Krankheit oder Unfall) vorbereitet ist.

Die Beratung des Unternehmers erstreckt sich daher über die Entwicklung und Erteilung einer Unternehmer-Vorsorgevollmacht über die Gestaltung des Unternehmertestamentes, die Koordination der Gesellschaftsverträge bis hin zur Entwicklung eines Nachfolgekonzeptes, alles unter Berücksichtigung zahlreicher steuerlicher Fallstricke. Die Unternehmervorsorge geht also weit über das Unternehmererbrecht hinaus. Sie ist Bestandteil des unternehmerischen Risikomanagements und damit auch Kriterium bei der Kreditvergabe durch Banken.
 

Warum Sie uns beauftragen sollten

Weil Sie gegnüber Ihrer Familie und Ihren Mitarbeitern verantwortlich handeln wollen

Weil Jedem jeden Tag etwas zustoßen kann

Weil Sie selbst entscheiden wollen, wie es nach Ihnen weitergeht

Weil wir die notwendige rechtliche und steuerliche Expertise haben

 

 

 

Unternehmervorsorgevollmacht

 

Für den Fall einer plötzlichen schweren Erkrankung sollte jeder rechtzeitig eine Vorsorgevollmacht vor einem Notar errichten, die den gewünschten Vertreter benennt und eine Patientenverfügung beinhaltet.


Der Unternehmer ist weitergehend gefordert. Neben seiner persönlichen Vorsorgevollmacht sollte er auch für die betrieblichen Belange eine Vorsorgevollmacht errichten. Dies gilt insbesondere für den Alleininhaber eines Gewerbebetriebs oder dem alleinigen Gesellschafter-Geschäftsführer einer GmbH. Fallen diese Personen aus, ist sonst oft das ganze Unternehmen gefährdet.

Der Bevollmächtigte sollte eine Person sein, mit der der Unternehmer in einem engen Vertrauensverhältnis steht, andererseits sollte sie mit den unternehmerischen Inhalten vertraut sein, also über eine gewisse Geschäftserfahrung verfügen.

Im unternehmerischen Bereich sollte die Vollmacht stets auch Handlungsanweisungen enthalten, damit der Bevollmächtigte sich nicht später Regressansprüchen ausgesetzt sieht. Stets sollte daran gedacht werden, dass der Gesellschafter im Falle seiner plötzlichen Erkrankung in der Gesellschafterversammlung vertreten werden muss, also eine Stimmrechtsvollmacht erforderlich ist.

Die notarielle Beurkundung ist in jedem Fall anzuraten, da der Notar Geschäftsfähigkeit des Unternehmers bei der Beurkundung ausdrücklich bestätigt und die Bevollmächtigung durch die Urkunde im Bedarfsfall sehr einfach nachgewiesen werden kann.

Eine Unternehmer-Vorsorgevollmacht ist immer auf die individuelle Situation zugeschnitten, die Verwendung von Mustern kommt hier kaum in Betracht.

 

Diese Fragen sollten sie als Unternehmer positiv beantworten können:

Haben sie über eine Vorsorge im Unternehemen für den Notfall nachgedacht?

Haben Sie Ihre Zielvorstellungen zum Unternehmen überlegt und aufgeschrieben?

Kann Sie jemand im Notfall vertreten, wenn sie kurze oder längere Zeit ihre Geschäfte nicht selbst führen können?

Haben Sie Anweisungen hinterlegt, was im Notfall geschehen soll?

Wer kann ihr Unternehmen im Notfall beraten?

Haben Sie einen Bevollmächtigten zum Generalbevollmächtigten Ihres Unternehmens für den Notfall bestellt?

Haben Sie diesen Bevollmächtigten mit Handlungsanweisungen und Strategien für die Zukunft des Unternehmens ausgestattet?

Haben Sie an unternehmensspezifische Kündigungsvollmachten und an Vollmachten für Gesellschafterversammlungen, Umwandlungen und Umstrukturierungen gedacht?

 

 

 

Erbrecht/Testament

 

 

Der Unternehmer sollte stets bemüht sein, seine Nachfolge durch vorweggenommene Erbfolge zu regeln und nicht erst durch testamentarische Verfügungen.

Da aber gerade jüngere Unternehmer sich nicht mit ihrer Nachfolge beschäftigen und dies in der Regel gar nicht können, da beispielsweise die eigenen Kinder noch zu klein sind und auch für plötzliche und unerwartete Ereignisse Vorsorge getroffen werden muss, ist für jeden Unternehmer die Errichtung eines Unternehmertestaments unabdingbar.

Bei Errichtung eines solchen Testaments wird das Augenmerk im wesentlichen darauf gerichtet sein, dass

a) Der Bestand des Unternehmens auch über den Tod hinaus gesichert wird und
b) der Wert und die Ertragskraft des Unternehmens für die Versorgung der Erben erhalten wird.

In den meisten Fällen wird der Unternehmer sein Testament im Laufe seines Lebens mehrfach ändern müssen um es an die geänderten Bedingungen anzupassen. Solange er selbst jung ist es nicht sein Ziel bereits seine Nachfolge endgültig zu regeln. In dieser Phase ist nur dafür Sorge zu tragen, dass er für den Fall, dass er unerwartet früh stirbt Vorsorge trifft.
Das Testament eines jungen Unternehmers ist immer nur eine Notlösung, die lediglich dazu beitragen soll, dass das Unternehmen solange weitergeführt werden kann, bis die endgültige Nachfolge getroffen werden kann.

In mittleren Jahren wird das Testament immer noch ein Notprogramm darstellen, geht der Unternehmer dann auf den Ruhestand zu, ist es angebracht, nicht nur die abschließende letztwillige Verfügung zu treffen, sondern bereits den Nachfolger einzubeziehen.

Auf folgende Punkte sollte in jedem Fall geachtet werden:

- Ein Unternehmen oder eine unternehmerische Beteiligung können nur mithilfe eines wohldurchdachten Unternehmertestaments erhalten werden.

- Eine Erbengemeinschaft muss hinsichtlich des Unternehmens aufgrund ihrer Labilität vermieden werden.

- Steuerliche Problematik des Berliner Testaments.

- Vermeidung von Vor- und Nacherbschaft wegen Kreditgefährdung.

- Vermeidung der Geltendmachung von Pflichteilsansprüchen.

- Die Begleitung durch steuerliche Berater ist von wesentlicher Bedeutung, um unnötige Gewinnrealisierungen durch Aufdeckung stiller Reserven, Erbschaftssteuerbelastungen und damit verbundene Liquiditätsverluste zu vermeiden.

- Die Ausnützung aller erbrechtlicher Gestaltungsmöglichkeiten unter Berücksichtigung steuerlicher Erfordernisse ist nur durch disziplinäre Zusammenarbeit des Steuerberaters mit dem erfahrenen Juristen gewährleistet.

- Das Unternehmertestament sollte immer notariell errichtet werden, dies gewährleistet zusätzlich inhaltliche Richtigkeit, klare Rechtsfolgen, sichert das zuverlässige Auffinden aufgrund amtlicher Verwahrung und ist im Zweifel billiger als ein späterer, sonst von den Erben, zu beantragender Erbschein.

 

 

 

 

 

Unternehmensnachfolge

 

Die wichtigsten Ziele der Unternehmensnachfolge

 

– Die Sicherung der Altersversorgung der weichenden Generation

– Der Erhalt des Unternehmens
– Die Gleichstellung der Kinder
– Die Vermeidung unnötiger Belastung

Sicherung der Altersversorgung

 

 

Bei lebzeitiger Unternehmensnachfolge ist eine ausreichende Altersversorgung der abgebenden Generation eines der wichtigsten Gestaltungsziele. Das Unternehmen stellt bei den meisten Mittelständlern nämlich den wesentlichen Teil ihres Vermögens dar. Die mit ihm erwirtschafteten Erträge finanzieren den Lebensunterhalt und werden auch im Alter für die Altersversorgung gebraucht. Das "Nichtloslassenkönnen", welches häufig zu beobachten ist, hat nicht zuletzt hier seine Ursache.
Hält der Unternehmer wegen seiner Altersversorgung zwanghaft am Unternehmen fest, so bedeutet dies aber nur eine scheinbare Sicherheit. Eine ungeregelte Nachfolge birgt immer auch ein höheres Unternehmensrisiko, das sich nicht zuletzt bei der Finanzierung notwendiger Investitionen störend auswirken kann. Auch werden häufig gute Mitarbeiter oder auch die eigenen Nachkommen für das Unternehmen verloren, da sie keine Perspektive für sich erkennen können.

Allerdings steht ein reichhaltiges Instrumentarium zur Sicherung der Altersversorgung und des Unternehmens bei der Vertragsgestaltung zur Verfügung. Man denke hier an Nießbrauchsgestaltungen, gesellschaftsvertragliche Sonderrechte, vereinbarte Rückforderungsansprüche, Rückfallklauseln, auflösende Bedingungen oder vertragliche Rücktrittsrechte.
Aufgrund dieser Tatsache sollte es jedem möglich sein, sich frühzeitig um seine Nachfolge, zum Besten des Unternehmens, zu kümmern.

 

Erhalt des Unternehmens

 

 

Neben dem Erhalt der eigenen Altersversorgung ist für die meisten Unternehmer der Erhalt des Unternehmens eines der wichtigsten Ziele. Gerade Mittelständler, insbesondere der Nachkriegsgeneration, verspüren zurecht eine ausgeprägte Verantwortung für ihre Mitarbeiter und deren Familien.

Um diesen Unternehmenserhalt zu ermöglichen, ist eine möglichst frühzeitige Planung der Unternehmensnachfolge zu Lebzeiten notwendig. Nur so können geeignete Personen gefunden und auf die Probe gestellt werden. Insbesondere die Stellung des Nachfolgers im Unternehmen muss gut durchdacht sein, sowohl hinsichtlich seiner operativen Verantwortung als auch wegen einer möglichen Beteiligung am Unternehmen. Hilfreich ist hier häufig den Nachfolger sukzessive in die Verantwortung zu nehmen und sukzessive am Erfolg zu beteiligen.

Kommt der Nachfolger aus dem Kreis der gesetzlichen Erben, sind immer auch mögliche existenzgefährdende Liquiditätsbelastungen durch Pflichtteilsansprüchen weichender Erben zu berücksichtigen. Soweit zu ihrer Vermeidung und wegen der Gleichstellung von Miterben diese passiv am Unternehmen beteiligt werden sollen, sind rechtliche Gestaltungen zu wählen, die dem Versorgungsinteresse dieser Angehörigen Rechnung tragen, andererseits aber dem Nachfolger die notwendige finanzielle Freiheit der zukünftigen Unternehmensführung belassen.

 

Gleichstellung der Kinder

 

 

Eltern wollen ihre Kinder gleich behandeln. Wird ein Unternehmen aber aus unternehmerischen Gründen nur auf ein Kind übertragen, fühlen sich häufig die anderen Kinder zurückgesetzt. Selbst wenn diese Kinder mit anderweitigem Privatvermögen abgefunden werden können, besteht häufig eine Unzufriedenheit, da die weichenden Kinder sich oft falsche Vorstellungen vom Wert eines Unternehmens und des mit ihm verbundenen Risikos machen. Helfen kann hier eine plausible Gliederung und Objektivierung durch einen externen Berater, um die Notwendigkeit und Folgen der Entscheidung allen Beteiligten transparent zu machen

Vermeidung überflüssiger Liquiditätsbelastung

 

 

Eine ungenügende oder nicht geregelte Nachfolge kann zu fatalen Liquiditätsbelastungen für das Unternehmen führen, die meist zu vermeiden gewesen wären. Diese Belastungen können durch Pflichtteilsansprüche weichender Erben, unnötige Erbschaftssteuer und/oder ertragssteuerliche Konsequenzen falscher Gestaltung, verursacht werden. Gerade bei der Existenz von steuerlichen Betriebsvermögen ist Vorsicht geboten.

 
 
 

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